Eine weitere “zweite Runde”

Junkfaktor: ★½☆☆☆

Kokowääh 2 (2013) on IMDb

Vor knapp 2 Jahren servierte uns Til Schweiger die erste Portion Kuckuckskind mit zwei verschiedenen Vätern. Jetzt versucht er mit Kokowääh 2 noch eine Schüppe drauf zu legen. Ob es gelingt? Einen kleinen Einblick gibt es hier.

Story:

Wie schon im ersten Teil dreht sich die Geschichte um das Leben von Henry, Magdalena, Katharina und Tristan. Bereits im Vorgänger ging es hauptsächlich um die Inkompetenz des Erzeugers Henry seine plötzlich auftauchende Tochter Magdalena in sein Leben zu integrieren. Schnell kam es zu Konflikten mit Ziehvater Tristan welcher sich jetzt im zweiten Teil vermehrt ins Leben der kleinen Familie einmischt. Henry hat es mittlerweile geschafft mit seiner Freundin Katharina ein weiteres Kind in die Welt zu setzen, welches für zusätzlichen Zündstoff sorgt. Es geht also erneut darum die Hürden des Alltags zu überwinden und das junge Familienleben erfolgreich zu meistern.

Umsetzung:

Die Umsetzung ist gleichwertig zum ersten Teil. Neben einer Rolle nimmt Schweiger gleichzeitig den Regiestuhl für sich in Anspruch. Der Cast ist ebenfalls zu 100% identisch. Tochter Magdalena wird erneut von Schweigers Tochter Emma Schweiger verkörpert und trägt erneut ihr nicht vorhandenes schauspielerisches Talent zur Schau. Auf Grund des gestiegenen Alters ist dies leider nicht mehr durch Knuffigkeit auszugleichen. Auswendig gelernt Texte und gestellte Mimik sind an der Tagesordnung. Mit von der Partie sind ebenfalls Samuel Finzi als Tristan und Jasmin Gerat als Katharina. Als Running-Gag wird Matthias Schweighöfer als exzentrischer Filmstar eingeführt. Leider bleibt auch dieser gesichtslos und hinter seinen eigenen Leistungen zurück. Die Story ist flach und die Kameraführung typisch für einen Schweiger Film. Einzig und allein die Musik weiß zu überzeugen. Es gelingt dem Regisseur erneut die Bilder mit der exakt passenden Musik zu untermauern.

Fazit:

Kokowääh 2 bietet seichte Unterhaltung zu einem Film für welchen es keine Fortsetzung gebraucht hätte. Die Story ist so belanglos wie ihre Charaktere und es macht wenig Sinn sich mit der Thematik zu beschäftigen. Einzig und allein der Soundtrack weiß zu überzeugen und schafft es den Zuschauer bei Laune zu halten. Trotzdem handelt es sich auch hier um eine Fortsetzung die die Welt nicht gebraucht hätte.

About mindMASTER

28 jähriger Ex-Student und Sneaker aus Paderborn, Filmfanatiker mit knapp 500 DVDs und Blurays. Knapp 4 Jahren Sneakerfahrung im Cineplex Paderborn sprechen für sich. Aktuell regelmäßiger Gast in den Einbecker Kinosälen. Neben mehrstündigen Filmabenden von "Police Academy" und "Herr der Ringe" wird auch vor 8 stündigen Oscar-Nächten nicht zurückgeschreckt.