Bang Bang

Junkfaktor: ★★★★★

Mein zweites Hobby neben meiner DVD Sammlung ist bekannter Maßen das fotografieren. Somit bin ich natürlich immer auf der Suche nach spannenden Filmen über das Thema. Nach “City of God” bietet The Bang Bang Club nun neues Futter in diesem Bereich.

Story:

Greg Marinovich ist als Freelancer im Afrika der 90er Jahre unterwegs. Das Land befindet sich in den letzten Zügen der Apartheid und die Konflikte der verschiedenen Bevölkerungsgruppen werden durch die angesetzten Wahlen noch weiter angeheizt. Mit seiner Kamera dokumentiert Greg das Leid der Bevölkerung und stößt dabei auf ein Team Fotografen einer Agentur welcher immer auf der Suche nach dem Bang Bang sind. Gregs Fotos stoßen bei der Agentur auf großes Interesse und er wird in den Bang Bang Club aufgenommen. Zusammen mit Kevin, Joáo und Ken dokumentiert Greg von nun an die Kämpfe in den Slums und gerät immer mehr zwischen die Fronten.

Umsetzung:

Regisseur Steven Silver inszeniert die Geschichte nach dem Buch der Fotografen Greg Marinovich und Joáo Silva. Die auf wahren Tatsachen basierende Geschichte ist spannend inszeniert und behandelt in atemberaubenden Bildern ein düsteres Kapitel Afrikas. Die Kameraführung ist sehr gelungen und wird durch den Einsatz der originalen Fotografien noch angereichert. Der Konflikt den Menschen nicht helfen zu können und gleichzeitig das beste Bild zu schießen nimmt die Protagonisten und die Zuschauer gleichsam für sich ein. Den ganzen Film über hat man das Gefühl aktiv im Geschehen zu sein und durch das nächste -Klick- des Auslösers das beste Bild der Geschichte zu erhalten.

In der Hauptrolle des eher unbekannten Casts findet sich Ryan Phillippe, welchen wir zuletzt in “Der Mandant” auf der großen Leinwand bewundert haben. Der mittlerweile 37 jährige liefert eine solide Performance und überzeugt durch Authentizität. Die weibliche Rolle übernimmt Malin Akerman welche als Robin Comley maßgeblich an der Entdeckung von Gregs Bildern beteiligt ist.

Fazit:

The Bang Bang Club behandelt das Thema der Fotografie auf einem sehr hohen Niveau. Die Konflikte der Fotografen sind für den Zuschauer sehr gut nachvollziehbar und dominieren das Filmgeschehen. Die aufwändig umgesetzten Fotoshootings in den Slums bei welchen sich die Fotografen immer wieder in Lebensgefahr begeben (ca. 70 tote Journalisten in Krisengebieten alleine 2011) sorgen für Gänsehaut pur und dokumentieren den Weg zu Pulitzer Preis prämierten Fotos (Link, Link). Der Film ist ein klares muss für Fotografen und alle die auf “based on a true Story” stehen.

About mindMASTER

28 jähriger Ex-Student und Sneaker aus Paderborn, Filmfanatiker mit knapp 500 DVDs und Blurays. Knapp 4 Jahren Sneakerfahrung im Cineplex Paderborn sprechen für sich. Aktuell regelmäßiger Gast in den Einbecker Kinosälen. Neben mehrstündigen Filmabenden von "Police Academy" und "Herr der Ringe" wird auch vor 8 stündigen Oscar-Nächten nicht zurückgeschreckt.