Hoodies vs. Aliens

Junkfaktor: ★★★☆☆

Zu Hause läuft auch noch was, auch wenn die Kino Besuche auf die Sneak beschränkt sind. Das Format der Artikel wird jetzt auch hier ein wenig eingeschränkt um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Bevor Regisseur Joe Cornish mit dem neuen “Tim und Struppi” Film ein ganz heißes Eisen aus dem Feuer zieht schmiedet er noch am neuen Film von Produzent Edgar Wright herum. Die Filme an denen Edgar Wright beteiligt ist wissen ja meistens durch Komik und gute Absurdität zu überzeugen. Lasst euch ein auf Attack the Block

Story:

Eine Truppe von kriminellen Jugendlichen aus einer Londoner Vorstadt, welche sich mit Überfällen und Angriffen auf andere Gangs ihre Abende vertreibt, hat eines Abends eine Begegnung welche ihr Leben verändert. Eine leuchtende Kugel kracht während eines Überfalls in ein geparktes Auto. Beim Versuch nachzusehen was das Auto getroffen hat werden die Jungs von einem Alien angegriffen welches sie kurzerhand niedermachen. Auf Grund ihrer Unwissenheit über außerirdische Spezies beschließen sie ihren Fund zu ihrem Kifferkollegen Ron zu bringen. Dieser bestätigt die Alien Theorie und kurze Zeit später schlagen weitere Invasoren auf der Erde auf. Nun sieht sich die Gang mit einer ganz neuen Herausforderung konfrontiert, überleben. Es beginnt der Kampf gegen die Invasoren und die ständige Suche nach neuen Verbündeten.

Umsetzung:

Was diesem Film mit wenig Budget und viel können gelingt ist schon  beeindruckend. Die Story hat viel Potenzial und die Effekte sind überraschend gut umgesetzt. Die Gang ist überzeugend besetzt und nur wenige der Charaktere fallen aus ihren Rollen. Zum promoten des Films wurde Edgar Wrights Stammschauspieler Nick Frost in der Rolle des Ron besetzt was dem Film eine weitere positive Note gibt. Trotz dieser positiven Aspekte schafft es der Film nicht ganz das Potenzial zu erreichen welches meiner Meinung nach möglich gewesen wäre. Dies könnte zum einen am beschränktem Umfeld des Settings oder den flachen Charakteren geschuldet sein. Ein wenig mehr Background hätte sowohl der Location als auch den Charakteren nicht geschadet. Trotzdem behandelt der Film ein Thema welches mir irgendwie immer gefehlt hat und in diesem Film gut umgesetzt wurde. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Musik. Ein paar krachende Tracks hätten dem Film gut zu Gesicht gestanden und dem Zuschauer einen einfacheren Zugang zur Story ermöglicht.

Fazit:

Wer die Filme von Edgar Wright mag wird auch mit diesem Film einen guten Lückenfüller bekommen. Man merkt aber schon das die Regie nicht in den Händen des gleichen Mannes liegt, der Klassiker wie “Shawn of the Dead” verfilmt hat. Die Story hat ähnliches Potenzial und mit den vermeintlich geringen Produktionskosten wurde ein Film geschaffen der durchaus überzeugen kann. Für das Mainstream Publikum ist er wohl eher nicht geeignet aber für Leute welche sich drauf einlassen bietet er Spaß und kurzweilige Unterhaltung. Sterne gibts für die Idee, die unverbrauchten Schauspieler und das interessante Alien-Design.

About mindMASTER

28 jähriger Ex-Student und Sneaker aus Paderborn, Filmfanatiker mit knapp 500 DVDs und Blurays. Knapp 4 Jahren Sneakerfahrung im Cineplex Paderborn sprechen für sich. Aktuell regelmäßiger Gast in den Einbecker Kinosälen. Neben mehrstündigen Filmabenden von "Police Academy" und "Herr der Ringe" wird auch vor 8 stündigen Oscar-Nächten nicht zurückgeschreckt.