Solide Aktion mit alten Herren

Junkfaktor: ★★★★☆

Am Mittwoch war wiedermal “Echte Kerle Preview” im Cineplex. Im Angebot diese Woche ein Film der wahrhaftig nur was für “echte Kerle” ist. Mit The Expendables liefert Sylvester Stallone einen Actionfilm im Stil der Klassiker der 80er und 90er Jahre. Ganz in Rambo, Rocky und Predator Manier wird sich durch Feinde geprügelt geschossen und gesprengt. Die Besetzung ist ein Fest der alternden Actionstars. Neben Stallone geben Sich Dolph Lundgren, Mikey Rourke, Terry Crews und Neustar Jasson Statham die Ehre. Auch in der Rolle eines der Gegenspieler findet man einen Kindheitshelden wieder, den WWF Star “King of the Ring” alias Steve Austin. Schon zu Beginn des Films werden schnell die Fronten geklärt. Die ersten explodierenden und zerfetzten Menschen gibt es ca. nach 3 Minuten, kurz nachdem die Intros abgeschlossen sind. Die Gangart wird auf rabiat/brutal geschaltet und es wird geschnitzelt was die Knarren hergeben. Die Hauptrollen sind klar verteilt und liegen auf den Schultern von Stallone und Statham, welche den Zuschauer durch den Film leiten. Wie seine Rolle kämpft auch Lundgren um seine Position im Film und versucht sich immer wieder in den Vordergrund zu drängen. Belohnt wird er mit einer großen Verfolgungsjagd und überraschenden Wendungen. Eine wirklich kleine Rolle hält Mikey Rourke. Der alternde Frauenschwarm und Semi-Profi-Wrestler begnügt sich mit der Rolle des Ex-Söldners und Team-Tattoowierers. Jet Li, der kleineste im Team, sorgt für gelegentliche Lacher und im Gesamtwerk als Füllstoff für Leerlaufszenen. Die Story beschreibt eine Söldnertruppe (The Expendables), welche für einen gewissen Unkostenbeitrag als kleine fünf Mann Armee Probleme im amerikanischen Raum löst. Ihren neuen Auftrag erhalten sie von Mr. Church, gespielt von Bruce Willis. Der Auftrag ist es einen General welcher eine kleine Insel durch einen Umsturz unter seine Kontrolle gebracht hat zu töten und somit abzusetzen. Hier kommt es auch zum grandiosen Gastauftritt von Arnold Schwarzenegger, welcher als Problemlösekonkurrent gegen Stallone antritt. Diese ein minütige Szene ist klar eins der Highlights des Films. Anschließend beginnt der erschreckend schleppende Teil des 90 minütigen Films. Bei der Planung des Angriffs auf die Insel verguckt sich Stallone in die Tochter des Generals, will den Auftrag abbrechen, fliegt wieder nach Hause, überlegt sich doch nochmal alles anders und will dann alleine das ganze Problem lösen. Natürlich kommt es nicht dazu weil sich das Team hinter ihn stellt und es kommt quasi recht schnell zum finalen Angriff mit viel bumm bumm und lachen und tot. Der finale Kampf auf welchen der gesamte Film wohl hinarbeiten soll kommt dann auch in bester Hollywood Actionfilm Qualität und weiß durchaus zu überzeugen. Im Prinzip lebt der Film von seinen Charakteren und deren Image. Die Story ist nicht neu und enthält keine dramatischen Wendungen. Stallone bietet den Zuschauern somit brachiale Aktion verpackt in eine gewohnt 0815 Story. Fans des Genres wird diese Kombination beim Abfeiern absolut keine Kopfschmerzen bereiten, Besucher mit höheren Ansprüchen kommen vermutlich eher nicht auf ihre Kosten. Ein Actionfeuerwerk das viele Altstars vereint und eine Neuauflage des Genres versucht.

About mindMASTER

28 jähriger Ex-Student und Sneaker aus Paderborn, Filmfanatiker mit knapp 500 DVDs und Blurays. Knapp 4 Jahren Sneakerfahrung im Cineplex Paderborn sprechen für sich. Aktuell regelmäßiger Gast in den Einbecker Kinosälen. Neben mehrstündigen Filmabenden von "Police Academy" und "Herr der Ringe" wird auch vor 8 stündigen Oscar-Nächten nicht zurückgeschreckt.